Wer Thailand mag wird Bali lieben. Südostasienfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Vulkanberge, terassenförmig angelegte Reisfelder und saftig grüne Monsunwälder bilden eine imposante Kulisse, und überall verströmen Bougainvillea, Hibiskus und Frangipaniblüten ihren süßen Duft. Vor allem im Süden locken kilometerlange weiße, feinsandige Strände, malerische Palmen und eine atemberaubende Brandung. Der ideale Ort zum Surfen, Tauchen, Baden und Entspannen.
Wer sich für die Kultur von Bali interessiert, wird an den vielen Tempeln nicht vorbeikommen. Der größte Teil der Bevölkerung (über 90%) sind Hindus. Religion ist allgegenwärtig, und bestimmt den Alltag der Balinesen. Täglich müssen die Götter besänftigt und bei Laune gehalten werden, und so finden sich Opfergaben nicht nur in den großen Tempeln, sondern auch an Weggabelungen, am Straßenrand, oder vor den Häusern. Ein kleines Blumengebinde, etwas Reis auf einem Palmblatt – Zeichen dafür, dass die Götter nicht vergessen werden.Wichtigste Tempelanlage ist der Pura Besakhi, der Muttertempel, das bedeutendste hinduistische Heiligtum Indonesiens. Er liegt im Nordosten der Insel am Südwesthang des Gunung Agung, eines noch aktiven Vulkans. Der gilt nicht nur als heiliger Berg, sondern ist mit 3142 m auch die höchste Erhebung auf Bali. Bei seinem letzten Ausbruch im Jahr 1963 kamen zahlreiche Menschen ums Leben, der Pura Besahki blieb jedoch verschont, was als göttliches Zeichen ausgelegt wird. Weitere bekannte Heiligtümer sind der Pura Tanah Lot, ein Meerestempel, die Elefantengrotte Goa Gajah und der Affenwald bei Ubud.
Ubud, das ca. 30 Kilometer von der Hauptstadt Denpasar entfernt liegt, gilt als kulturelles Zentrum von Bali. Auf dem Markt erwarten den Besucher ein buntes Gewimmel, wild aufeinandergestapelte Waren und hartnäckig feilschende Händler. Abends spielen dann die Gamelan-Orchester, die die stark geschminkten und farbenprächtig gekleideten Darsteller bei ihren balinesischen Tänzen begleiten, ein Fest für alle Sinne, wenn auch die Klänge für europäische Ohren etwas gewöhnungsbedürftig sind. Auf der Suche nach exotischem Flair ist man in Bali, der „Insel der tausend Tempel“, genau an der richtigen Adresse.